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Tiere schauen aus einem Wollhandschuh unter einer verschneiten Tanne hervor

Frei nach: Ukrainische Volksmärchen

Ukrainische Volksmärchen sind Geschichten, mit denen Generationen von Kindern aufgewachsen sind: von sprechenden Tieren, von Klugheit, Güte und Stärke.

Jahrhundertelang lebten diese Märchen nur in der gesprochenen Sprache: Großmütter erzählten sie ihren Enkeln, Nachbarn bei geselligen Dorfabenden, Fuhrleute unterwegs auf der Landstraße. Für die Kleinsten gibt es hier Kettenmärchen, in denen die Helden nacheinander auftauchen und immer dieselben Worte wiederholen. Für die Älteren gibt es Zauber- und Heldenmärchen mit Heldentaten, einem Drachen und Prüfungen.

Im 19. Jahrhundert begann man, die Märchen sorgfältig aufzuschreiben. Iwan Rudtschenko, der ältere Bruder des Schriftstellers Panas Myrnyj, veröffentlichte 1869–1870 in Kyjiw zwei Hefte der Sammlung „Narodnye južnorusskie skazki“. Viele Märchen sammelten auch Pawlo Tschubynskyj während einer großen ethnografischen Expedition und Mychajlo Drahomanow in dem Buch „Malorusskie narodnye predanija i rasskazy“ (1876).

Auf der Seite gibt es „Der Handschuh“, „Kolobok, der runde Ausreißer“ und „Die Ziege Zickezack“ für die Kleinen, für ältere Kinder „Kotyhoroschko“ und „Kyrylo Koschumjaka“.

Märchen